Ein interessanter Wikipedia Artikel wurde auf der Seite zu einem umstrittenen Proposal zitiert - https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_forest - Leider nur auf Englisch, hier aus der Einleitung:
In England ist ein Reichsforst (royal forest), gelegentlich Königswald genannt, eine Fläche die nicht der landschaftlichen Gerichtsbarkeit unterliegt. Das Wort leitet vom lateinischen “foris” her, das mit “draußen” übersetzt wird. Im England der Anglo-Sachsen (~500-1066) hat es solche Bereiche nicht gegeben, erst die Normannen (ab 1066) haben diesen Brauch eingeführt. Dabei ging es in erster Linie darum, Wild für die herrschaftliche Jagd zu reservieren. Die pflanzliche Grundausstattung der Gegenden spielte eine Rolle nur dieses Zieles wegen. Für die Einheimischen war es keine frohe Botschaft, wenn das Land auf und von dem sie lebten zum Reichsforst erklärt wurde. Die Praxis, der nachgesagt wurde, dass sie für verbrannte Dörfer und Entvölkerung zeichnete, wenn auch im Ausmaß gewiss nicht wie behauptet, verebbte Mitte des 17. Jahrhunderts, die Bezeichnungen überleben bis heute.
Aus meiner Hobbymapper Perspektive: Hier in der Gegend gab es zu Zeiten der Monarchie einen Reichsforst - ein forstwirtschaftlich unergiebiges felsiges Steilgelände, aber gut zur Gamsjagd. Geerbt haben das die Bundesforste - ein vergleichsweise umgänglicher und verständiger Waldbesitzer. Förster kennt man hier keine, die heißen seit der frühen Neuzeit Waldhüter, ganz offiziell inzwischen Waldaufseher. Ums Wild kümmern sich Jäger.
Mit Ausnahme von administrativen Bezeichnungen (Forstamt) ist das Wort Forst hierzulande das Gegenteil von geläufig. Trotzdem sind genau hier, wo laut amtlichen Daten nicht ganz zwei Drittel des Waldes im forstwirtschaftlichen Ertrag stehen, 99% des Waldes in der OSM als Forst kartiert, was eben genau das aussagen soll, dass dem so sei. Das stinkt zum Himmel.
Update: Hierzulande (österreichisches Bundesland) gibt es scheints zwei Ebenen der Forstorganisation:


Die reine Lehre ist da eindeutig: der Grundriss soll dargestellt werden. Gut, was aber, wenn (a) der Grundriss nicht sichtbar und (b) er völlig anders aussieht, als die Umrisse im Luftbild? Welche Darstellung bringt mehr Vorteile?